IBA-Chef will Bundesgartenschau in die Lausitz holen
Der Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung (IBA) "Fürst-Pückler-Land" will die neu gestaltete Lausitzer Bergbauregion mit einer Bundesgartenschau publik machen. Eine Bewerbung um die Bundesgartenschau 2015 als Gemeinschaftsprojekt von Brandenburg und Sachsen ist ebenfalls möglich, sagte gestern Rolf Kuhn. "Man könnte Senftenberg und Großräschen sowie die sächsische Stadt Hoyerswerda einbeziehen", führte der frühere Bauhausdirektor weiter aus. "Beide Bundesländer könnten etwas Gemeinsames organisieren - ob es nun Bundesgartenschau heißt oder einen anderen Namen trägt."
Die IBA arbeitet an vielen Projekten, die den Strukturwandel in der ehemaligen Bergbauregion thematisieren. In der Lausitz soll mit rund 14 000 Hektar die größte künstliche Seenlandschaft Europas entstehen. 2015 wird die Flutung der Tagebaurestlöcher weitgehend abgeschlossen sein. Dann könne die volle Entfaltung des touristischen Potenzials der Lausitzer Seenlandschaft deutlich gemacht werden, so Kuhn.
Auch Oberbürgermeister von Cottbus, Frank Szymanski (SPD) hatte kürzlich für eine Bndesgartenschau in der Region Lausitz für 2015 Interesse bekundet. Cottbus war schon 1995 als erste ostdeutsche Stadt Gastgeber für die Gartenschau, im Jahr 2001 richtete Potsdam die Bundesgartenschau aus. Für die Bundesgartenschau 2015 hat sich die Havelregion Brandenburg beworben, doch die Landesregierung vermisst nach eigenen Angaben noch ein schlüssiges Finanzierungskonzept. Die diesjährige Bundesgartenschau in den ostthüringischen Städten Gera und Ronneburg beginnt am 27. April und geht bis zum 4. Oktober. Kurz vor der Eröffnung hat die Schau Probleme mit vielen negativen Schlagzeilen. Dabei geht es unter anderem um Korruption und Bauverzug.